Sternsilber
Gegenwärtig arbeite ich an einem Fantasy-Romanprojekt, das in einem alternativen Hochmittelalter spielt. Das Christentum hat sich in Europa nie durchgesetzt; vorherrschend ist der Glaube an vier kleine und vier große Götter – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Sonne, Mond, Sterne und Dunkelheit.
In diesem Teil des Multiversums ist das Merowingerreich in drei selbständige Teile zerbrochen, die zwar eine gewisse Verwandtschaft anerkennen, sich aber auch als Rivalen sehen: Austrien (man denke sich Deutschland zwischen Rhein, Donau und Oder), Neustrien (man denke sich Frankreich bis Rhein und Pyrenäen) und Soustrien (Südlich der Donau bis Sizilien).
In der austrischen Stadt Nuberg geraten der Ratsherr Anselm von Tuchner und seine enterbte Schwester Meriban hart aneinander. Anselm hat die ausgedehnte Abwesenheit seiner Schwester benutzt, um sie für tot erklären zu lassen – er hofft auf eine reiche Erbschaft. Meriban, die als Priesterin der Sterne oft und lange auf Reisen ist, kommt am Tag der Testamentseröffnung zurück und stoppt das Verfahren. Dabei muss sie feststellen, dass Anselm durch seine Machtfülle als Ratsherr der reichsten Stadt Austriens keine Grenzen mehr kennt.
Meriban droht ihm mit ernsthaften Konsequenzen, wenn er sich nicht an die Regeln von Recht und Moral hält. Anselm mißbraucht seine Macht erneut… und Meriban stürzt ihren Bruder.
Servus,
Erst einmal herzlichen Dank für die Verlinkung auf deinem Blog. Also ich fühle mich ja regelrecht geehrt! *g*
Das Roman-Projekt hier klingt aber auch sehr interessant (gerade für jemanden wie mich, der in der Tucher-dominierten Stadt Nürnberg studiert und 10 Jahre gewohnt hat.. *g*). Ich wollte gerade noch fragen, warum du den türkischen Frauennamen Meriban für eine Nürnberger Protagonistin wählst, aber ich hab gerade noch deine DSA-Geschichte mit Meriban Tuchner entdeckt. Das erklärt es natürlich. Nicht türkisch sondern aventurisch. *g*
Und dein Artikel über das Bogenschießen ist sehr schick. Eventuell magst du dich gelegentlich mit einer Kollegin von mir unterhalten, die demnächst daran gehen will, ein ordentliches buch zum Sportbogenschießen zu schreiben. Wenn es dir recht wäre, würde ich sie mal auf dich hinweisen.
Weitermachen! Ich schau wieder rein,
LG, Tom
Hallo Tom,
Wie bist du denn hier gelandet? Die Website existiert doch erst knapp eine Woche…? Das Internet ist ein schnelles Medium, wie’s scheint.
Nuberg… ja, der Stadtname ist schon etwas auffällig, ich gebe es zu. Ein Nebencharakter heisst Sigena, für alle, die die Verbindung noch nicht hergestellt haben
Meribans Namenshintergrund geht sogar noch etwas tiefer als “nur” Aventurien. Ich habe den Charakter damals für die DSA-Kurzgeschichte entworfen, habe den Namen aber aus “Miriam” biblisch über Moses’ Schwester (“Die Widerspenstige”) abgeleitet. Hinterher fand ich den Namen dann an prominenter Stelle im DSA-Regelwerk. Die Welt ist klein, und wir benutzen alle die gleichen Quellen.
Meribans Familie stammt übrigens aus der Levante. Die Tochter bekam einen Namen, der Oma gefiel, der Sohn einen Namen für das Großbürgertum, zu dem man sich hochgearbeitet hatte. Meriban, Gomin und DSA sind seither getrennte Wege gegangen, da mir Aventurien zu klein und zu eng für dieses Team wurde.
Deswegen die alte Kurzgeschichte einzustampfen, das schien mir exzessiv. Ideen wachsen, und die Wurzeln muss man ja nicht unbedingt verleugnen.
Und zum zweiten: Ein ordentliches Buch zum Bogenschiessen! Auf Deutsch? Solche Projekte müssen unterstützt werden. Natürlich kannst du meinen Namen und Adresse gerne weiterreichen. Sie stehen ja im Internet.
Ich habe übrigens auch Hubertus MacBumm’s Doktorarbeit zur Wundballistik von Pfeilwunden vorliegen. Das ist ein genialer Ausgangspunkt für Recherchen in Sachen “Bogenschiessen in der wirklchen Welt.” Die Arbeit ist leider recht unbekannt, dabei sollte sie zur Archäologenbibel gehören, wenn’s denn eine gäbe.
–Thea
Oh ja, ich kenn die Arbeit. Zumindest, wenn’s die mit den vielen ausdrucksstarken Farbbildern ist. *g* Liegt hier auch irgendwo auf meinem Rechner unter “Recherche”.
Wie ich hier gelandet bin?
Ich kann in der Webstatistik von meinem Blog sehen, woher die Besucher kamen (Referer-Link). *g*
Und da schau ich natürlich. Bin ja ein neugieriger Mensch!
Ha, und so soll das Testen von Links sie verraten. Normalerweise springe ich die “Schreibblockade” ja von den Favoriten aus an.
Meine PDF-Version der Diss ist Schwarz-Weiss und mit vielen Zeichnungen versehen; unter anderem auch eine Rekonstruktion eines Schwertkampfes laut Verletzungen am Skelett. Es sind wohl unterschiedliche Dokumente.
Der Titel ist “Wundballistik von Pfeilverletzungen”, von Hubert Sudhues.
–Thea