Wie der Kopf funktioniert
Während ich mit Projekt HE beschäftigt war, hatte ich keine Zeit, mich mit Textilien abzugeben. Das tat meiner Kreativität in dieser Hinsicht aber keinen Abbruch. Ich habe dutzende Schmierereien auf meine Notizblättern, in denen ich Webmuster für Schals, Stickmuster, Stickbilder und ganze Kleidungsstücke entworfen habe.
Jetzt sitze ich an der ratternden Nähmaschine, ärgere mich darüber, dass die Katzen mir die Köpfe von den Stecknadeln abgebissen haben (die Dinger sind dann nicht mehr benutzbar, und meine japanischen Stecknadeln sind etwas schwer zu ersetzen) und denke über einen Folgeplot für “Nachtrichter” nach. Das geht schon so weit, dass ich einen Zettel für Ideen neben der Maschine liegen habe. Jedes Mal beim Nähen oder Auftrennen der kilometerlangen Nähte habe ich zündende Ideen für einen zweiten Teil.
Dabei ist das Ganze absolut noch nicht spruchreif. Das Manuskript muss ja erst einmal durch das Lektorat, dann muss das Buch erscheinen und sich gut verkaufen. Vorher muss ich dem Verlag mit einem Folgeauftrag wirklich nicht kommen.
Ich stelle aber wieder fest: Ich denke immer auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Bewusst auf der Einen, unbewusst auf der Anderen. Beim Handarbeiten habe ich Plotideen, beim Schreiben fallen mir tolle Handarbeitssachen ein. Ich bin sehr froh, dass ich bald wieder auf zweigleisige Arbeit umschwenken kann: Vormittags, mit viel Licht zum Sticken und Nachmittags mit viel Ruhe zum Schreiben.
Ein schönes Wochenende noch.