Raritätensamen

Letzte Woche sind ein paar Raritätensamen bei mir eingetrudelt:

Gossypium Arboreum: Die Baum-Baumwolle. Oder auch Baumwollbaum genannt. Im Gegensatz zu den Baumwollarten, die im professionellen Anbau ihren Einsatz finden, ist Gossypium Arboreum mehrjährig. Die Quellen sind sich nicht ganz einig, ob es sich um einen hohen verholzenden Strauch oder einen kleinen Baum handelt. Zugegeben, das ist Ansichtssache. Ich hoffe, dass sich aus den zehn Samen auch wirklich Gossypium Arboreum entwickelt und nicht irgendeine einjährige Baumwollart mit ähnlich aussehenden Samen.

Morus Rubra: Der kanadisch-amerikanische Rote Maulbeerbaum. Die Maulbeere ist der Baum, an dem die Raupen des Maulbeerspinners sich gütlich tun. Der Maulbeerspinner ist ein Schmetterling, und sein wichtigstes Produkt für die Menschheit ist die Seide, mit der die Puppen dieser Art sich zwischen Raupe und Schmetterling schützen. Nur, dass in diesem Fall der Schutz wohl nach hinten losging …

Auf jeden Fall gibt es vom Maulbeerbaum drei Arten: Rote Maulbeere (diese ist in Nordamerika heimisch), Weiße und Schwarze Maulbeere (diese wachsen in Asien und füttern Seidenraupen). Morus Rubra zum Keimen zu bewegen ist etwas schwierig, aber leider ist in meiner Umgebung kein Maulbeerbaum zu haben, bei dem ich kurz einen Steckling oder auch nur ein paar Früchte abstauben könnte. Also gilt auch hier wieder: Ich hoffe, dass mein Lieferant mir auch befruchtete Samen guter Qualität besorgt hat.

Und zu diesen textil interessanten Bäumen und Sträuchern habe ich mir noch etwas hübsches organisiert: Hibiscus Ferrugineus, ein Haus-Eibisch, der keinen deutschen Namen besitzt. Dieser Baumstrauch stammt aus Madagaska und besitzt hübsche, drei Zentimeter große rote Blüten.

Ich bin sehr gespannt, wie viele Samen ich zur Keimung bringen kann … und welche Pflanzen aus ihnen wachsen.