Wissen ist ansteckend

Mein Schwager ist Automechaniker. Mit Leib und Seele. Er liebt Autos über alles, und er teilt sein Wissen gerne. Zuerst hat er mich dazu angeleitet, Autos nicht nur an ihrem Herstellerpläpperle zu erkennen, dann führte er mich tiefer in die obskuren Bereiche der Autokunde ein. Mittlerweile fahre ich glücklich einen 7-Sitzer Hybriden mit einem realen E10-Verbrauch von 5 Litern pro 100km.

Früher, als meine Schwester noch keinen Mann hatte, beantwortete ich die Frage nach meinem Wunschauto in der Autovermietung mit: “Eins das fährt.”

Etwas später hörte es sich so an: “Wir sind zwei Personen und haben drei Klappkörbe Gepäck. Der Karren sollte 50 in der Stadt und 100 auf der Autobahn können. Oh, wir wollen in den Harz. Also Winterreifen und Ketten bitte.”

Dann bekam ich einen autoaffinen Schwager.

Gestern stand ich an der Bushaltestelle neben einem Autohändler. Eine Rennkutsche, Motor und zwei Sitze, gab es gebraucht für 30.000 Euronen. Ich sah mir das Auto an und mein erster Gedanke war: “Nicht mit den verrosteten Bremsscheiben und den schlechten Kotflügeln.”

Die Entwicklung geht also von “irgendein Fahrzeug” zu “Ein Auto, das unser Gepäck schafft” bis hin zu “mit den Mängeln will ich die Schrottkarre nicht.” Mein Schwager ist schuld. Jawoll.

One thought on “Wissen ist ansteckend

  1. IsumiChi

    Aber natürlich ist mein Mann schuld. Wenn es um Autos geht ist er IMMER schuld.
    Du hast übrigens noch vergessen, dass du dein Auto jetzt auch schon am Profil der Hecklichter aus der Distanz erkennst. *zwinker*

    Gruß
    IsumiChi