Baskenmütze

Es wird kälter,  und der Nachwuchs wächst und wächst. Also musste eine neue Mütze her. Der Nachwuchs bestand auf einem wild gemusterten Herbststoff, und ich wollte mit den Reflexbändern der Verkehrswacht experimentieren. Das Ergebnis ist diese warme “Baskenmütze”, gestaltet frei nach der Idee einer solchen Kopfbedeckung.

Bei Sticken musste ich feststellen, dass die Reflektorfolie nur bedingt gesprengt werden kann. Sprengen sollte man die Reflexbänder nur am großen Rahmen mit einer stabilen Unterstickung und viel Zug auf beiden Fadensystemen. Die Reflexbänder falten sich zwar willig, nehmen aber keinen Knick an und springen noch während der Arbeit in ihre Ausgangsform zurück. Um die Form zu retten, habe ich die Bänder wie beim Schlingenlegen überstickt, aber auch das konnte nicht dafür sorgen, dass das Band glatt auflag. Das Ergebnis kann man gut beim Blatt erkennen: Keine glatte Oberfläche und wenig Reflektionsfläche.

Aufnähen dagegen funktioniert ausgezeichnet, auch wenn es eine elende Plackerei ist, ein 1mm breites Reflexband flächig auf dem Stoff zu befestigen. Durch die Langsstarrheit des Bandes ist es sehr leicht, die Bänder in gleichmäßigen Abständen aufzunähen. Ich empfehle also Aufnähen vor Sprengen. Auf der Mütze oben handelt es sich um den Fisch.

Der Oberstoff ist 100% Baumwolle (Patchworkstoff) zum schön Aussehen, Innen”futter” ein warmer Feincord unbekannter Zusammensetzung mit aufgedrucktem Webmuster. Manchmal fragt man sich, wass sich die Stoffdesigner denken. Das Muster hätte man recht einfach direkt weben können. Wahrscheinlich war es aber billiger, den Cord in Rohweiß herstellen zu lassen und dann das Dessin einfach draufzudrucken.

Einfassung wieder 100% Baumwolle in dunkelgrün, und da es sich um eine Kindermütze handelt, hat sie einen kleinen, in der Weite verstellbaren Gummizug. Ganz schön viel Zeug für so ein kleines Stück Wohlbehagen. :D