Category Archive: Allerlei

Der Laptop ist tot, es lebe …

Mein Laptop ist tot. Nach gut sechs Jahren treuen Dienstes mochte er nicht mehr. Drei Romane und eine Novelle entstanden zum großen Teil auf seinen Tasten. Rücksichtsvoll wie immer wartete er auch bei seinem Ende bis nach dem letzten Backup. Genauer gesagt, das Backup mit dem aktuellen Projekt floss ohne Probleme auf den Server, und beim Runterfahren des Systems verabschiedete sich die Festplatte auf Nimmerwiedersehen.

Nun suche ich kurzfristig nach Ersatz. Mein schweifendes Auge liegt gerade auf einem Android-Tablet mit Dockingstation und Tastatur. Aber vielleicht macht auch ein anderes Subnotebook das Rennen. Zehn Zoll Schreibbreite sind einfach ideal, wenn man ohne Ablenkung Text produzieren möchte. Mal schauen, was mir der Computzterhändler anbietet. ;)

Handfette

Beim Nadelarbeiten müssen ja öfter mal die Finger dran glauben – ob sie aufgerieben, angestoßen, zerstochen oder nur totgewaschen werden, ist ja eigentlich egal. Im Laufe der Zeit habe ich einige Selberpansch-Rezepte für Faule und Petrochemiescheue (aka. mich) entwickelt, die  für die Allgemeinheit interessant sein könnten.

Man nehme die folgenden “Rezepte” für den Panscher aus dem Handgelenk. Ich habe zwar eine Küchenwaage, aber die benutze ich nur zum Abwiegen von Wolle und Farbstoffen. Meine Unfähigkeit, Anleitungen genau und ordentlich nachzuarbeiten ist sicherlich schon bekannt. Hier also Rezepturen nach meiner Methode: Man entwickle einfach Gefühl! ;-)

Fett für zerstochene Stickerfinger

Viel (etwa 2/3 des Gefäßes) unraffinierte Sheabutter
weniger (etwa 1/6 des Gefäßes) Kokosfett
Ein großzügiger Spruzer Jojobaöl nativ
ein paar Tropfen Hagebuttenkernöl
Ätherisches Öl nach Geschmack

Hart- und Weichfette zusammen in ein Gefäß geben, im Wasserbad auf etwa 40 Grad erwärmen und zusammenrühren. In ein Cremedöschen abfüllen und rühren, bis es kalt und sähmig-fest ist. Sollte die Fettmischung einfach nicht stocken wollen, ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann wieder herausnehmen (die Fette fallen dadurch klumpig aus, das ist normal), noch einmal auf sähmige Konsistenz erwärmen (etwa 30 Grad – das geht am einfachsten, wenn man das Döschen ein paar Stunden am Körper trägt) und dann rühren, bis die Hände abfallen. Die Fette verbinden sich dadurch neu und werden zu einer homogenen Masse.

Das Ergebnis sollte ein griffiges, nicht allzu hartes Fett für die Hände sein. Sehr sparsam anwenden – mir reichen 100ml für ein Jahr. Durch die Sheabutter und das Jojobaöl (beide möglichst unraffiniert bzw. nativ) heilen vor allem kleine Wunden an den Nagelbetten sehr schnell ab.

Allround-Fett für trockene Haut

Viel unraffinierte Sheabutter
etwas weniger Kokosfett
deutlich weniger Adeps Lanae (aka. Wollfett oder Lanolin, aber ohne Beimischungen!)
ein großzügiger Spruzer Jojobaöl nativ
ein paar Tropfen Hagebuttenkernöl
Ätherische Öle nach Geschmack

Auch hier gilt: Hart- und Flüssigfette in ein Gefäß geben, im Wasserbad schmelzen und gut verrühren. Dann in Gefäß abfüllen und rühren, bis es stockt. Wenn es nicht stockt, ab in den Kühlschrank und später noch einmal leicht erwärmen und nachrühren.

Anwendung: Nach Bedarf eine geringe Menge auf der Haut verreiben. Die Rezeptur sollte schnell einziehen und kaum “Fettigkeit” auf der Haut zurücklassen. Wer mehr “Oberflächenschutz” für seine Haut möchte, kann auch eine kleine Dosis Bienenwachs mit einarbeiten. Das macht die Masse allerdings fester.

Diese Rezeptur habe ich für meine Mikro-Schuppenflechte (nein, nix Schlimmes, die nervt nur und ist nicht behandlungswürdig) und die zu extremer Trockenheit neigenden Hände meines Mannes entworfen. Andere “Tester” fühlten sich mit dem Fett auch gut versorgt, auch wenn von manchen Leuten die Rückmeldung “zu reichhaltig” kam. Deshalb gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Die Haltbarkeit dieser Fettmischungen ist nahezu unbegrenzt – wenn die Rohstoffe 3 Jahre halten, dann hält das Gemisch auch gerne 2,5 bis 3 Jahre, solange man beim Schmelzen und Rühren nicht in die Rohmasse niest oder die Fette anders kontaminiert.

Viel Spass beim Panschen.

Von Katzen und Nagern

Meine Katze, sechs Jahre alt, kohlrabenschwarz und kaum größer als ein sechs Monate altes Kätzchen, brachte mir heute ein Geschenk. Nicht einfach nur ein kleines Nagetierchen. Keine kleine unschuldige Spitzmaus aus dem Garten. Nein. Es war ein Nagetier. Eine Kanalratte. Ein ausgewachsener Ratz mit allem drum und dran lag mausetot auf der Balkonfußmatte.

Ihren Namen hat sie sich redlich verdient. Wir haben sie Alanna the Lioness von Tamora Pierce benannt.

Alles neu unter Schneeschauern

Am hoffentlich letzten Tag dieses Frühjahrs, an dem ich morgens früh meine Küche mit unzähligen Sämlingen, Jungpflanzen, Kübelbäumen und anderem zum Schutz gegen das Wetter hereingeholtem Grünfutter teilen muss, habe ich auch die Website generalüberholt. Sie wird die nächsten Tage noch etwas bunter werden. Aber Inhalt geht immer vor Schönheit. ;)