In Arbeit

Project:Gjosei
5% done.
Project:Türme aus Kristall (war:Sengoku)
2% done.
Project:Shukkyo
0% done.

Von der Fortbildung zurück

Jetzt bin ich wieder im Lande. Die Umbauten an unserem ehemaligen Domizil schreiten voran,und in ein paar Wochen können wir hoffentlich auch unsere neue Wohnung renovieren und bezugsfertig machen. Ein Ausflug in ein “echtes”Küchenstudio war einzigartig ernüchternd –unsere geplante Küche ist bei einem anderen Hersteller (zugegeben mit A+++ Siemens-Geräten) super-hyper-duper-teuer,und der Berater meinte,um den Preis in realistischere Tiefen zu drücken,sollte ich doch auf zwei Unterschränke und zwei Oberschränke verzichten. Urgs. Ich brauche den Platz,ich werde im neuen Domizil mehrere Kinder und keine Abstellkammern mehr haben.
Also bleiben wir beim ersten Hersteller,und wenn uns in zehn Jahren der Hafer sticht und wir noch ein paar zehntausend Euro mehr zum Ausgeben haben (also nach noch ein paar Romanen),dann können wir da das Modell mit Goldrand besorgen,das uns das Küchenstudio angeboten hat.

Einen Tag zuvor habe ich meine Handweberausbildung abgeschlossen. Durch diverse Terminprobleme habe ich zwar weder Zwischen- noch Gesellenprüfung abgelegt (das kommt dann eben im September diesesn und nächsten Jahres),aber ich bin prüfungsfähig und habe alle notwendigen Zwischendurch-Qualifikationen abgehakt. Berufsabschluss,ich komme ;)

Und der Tagrichter? Er wird und wird. Heute habe ich noch in Vorbereitung auf das Finale die phexischen Neigungen eines Nebencharakters ausgebaut,einer Wirtin eine Magd zugeschanzt und meinen Haupthandlungsträger KO geschlagen. Protagonisten brauchen schließlich einen Gratz auf ihre Antagonisten,sonst wird das nichts.

Frohe Ostern

Wünsche ich schon mal im Vorraus allen Lesern. Traditionellerweise komme ich an den Feiertagen zu nichts,also nehme ich mir auch keine großen Dinge vor.

Der Tagrichter geht gut voran,auch wenn der Ticker spinnt –oder ich habe bei den Ursprungseinstellungen im Quellcode zu intensiv herumgepfuscht. Egal,wie es zustandekommt,ich habe gegenwärtig nicht die Muße,etwas daran zu ändern.

Zusätzlich merke ich gerade,dass ich mich wirklich nicht für Foren-Diskussionen zu Rollenspielen eigne. Irgendwas läuft da immer aus dem Ruder –vielleicht sollte ich einfach Anfragen nicht so nehmen,wie sie dastehen,wenn ich meinen Senf dazugebe. Ich kollidiere regelmäßig mit den ungeschriebenen Regeln des kanonischen Rollenspiels.

Aber abseits von solchen Dingen wünsche ich allen ein paar schöne Feiertage,wie auch immer sie aussehen mögen. Wir zocken Shadowrun ;)

Blues

Ich bin wieder bei der Arbeit. Die Sache läuft etwas zäh;meine Halsentzündung bleibt mir recht treu,aber ich habe zumindest von minus fünf Tage auf minus drei Tage aufgeholt. Noch den Rest der Woche,dann bin ich hoffentlich wieder im normalen Arbeitspensum.

Aktuell liebäugele ich damit,unsere zukünftige neue Terasse mit einem neuen Bäumchen zu feiern. Der Balkon hat ein paar geschützte Ecken,in denen man einen Ahorn vom Sämling an ziehen könnte. Das möchte ich in diesem Sommer ausprobieren. Wenn es nicht klappt,kann man den missglückten Bonsai ja immer noch “auswildern”.

Freitag

Färber machen Montags blau,und ich mache Freitags frei.

Ganz so schön ist es zwar nicht,die Indigo-Küpe,die ich irgendwann dieses Jahr mal ansetzen wollte,musste dem Umbau weichen,aber Freitags habe ich einfach mit Kind,Einkäufen und Wochenendvorbereitung so viel um die Ohren,dass ich sowieso zu nichts komme. Also habe ich Sonntag Abend zum Arbeitstag und Freitag zum Frei-Tag erklärt. Mit etwas kreativer Buchführung geht das sehr gut.

Da ich wirklich nichts schriftstellerisches geplant hatte,habe ich etwas an Projekt Gjosei herumgefeilt. Jetzt gibt es ein ordentliches Expose,das ich demnächst pitchen und hoffentlich verkaufen werde. Gjosei ist eine Art Herzensprojekt. Ich will es unbedingt schreiben (und gedruckt sehen),aber solange ich keinen Vertrag habe,dümpelt es als weiteres Hobby-Projekt vor sich hin und ist sogar noch weniger wichtig als Webschals für Weihnachtsgeschenke.

Vor diesem Schicksal möchte ich das Projekt gerne bewahren,also muss es verkauft werden. Dann habe ich natürlich sehr viel Zeit für meinen Brötchenjob ;)

Katharsis

Das griechische Wort für Reinigung wurde erstmals von Aristoteles in die Literaturkritik eingebracht:Es ist die seelische Befreiung,die der Zuschauer durch das Ansehen einer Tragödie erlebt.

Katharsis gibt es aber auch für Autoren. Ich konnte mir heute in einer Szene viele Gegebenheiten meines Schul- und Internatslebens von der Seele schreiben. Die gesammelten Erlebnisse aus vierzehn Jahren Schule und Internat habe ich natürlich ordentlich kondensiert,überspitzt und verfälscht –im Roman soll es ja um etwas gehen,nicht? –aber es war sehr befreiend,einmal darüber “geredet”zu haben.

Gleichzeitig bereitet es mir diebisch Freude,Protagonisten und Antagonisten auf diese Weise zur Katastrophe reisen zu lassen. Epische Gerechtigkeit ist etwas sehr feines.

Lesen möchte ich …

…das Buch,das ich gerade schreibe.

Bei uns rumoren die Handwerker,die Abbau-,äh,Abrisshämmer dröhnen einen unwiderstehlichen Bass aus dem Erdgeschoss und im Vorgartenkino gibt es frischen Fließbeton aus dem Betonmisch-LKW. Letzteres findet auch unser Nachwuchs zum Schreien. Zwar sind eigentlich unsere Katzen die Boygroup und unser Nachwuchs der Fanclub auf dem Konzert,aber für Betonmischer in weiß-blau ist eine Ausnahme drin.

Etwas angenervt von dem ganzen Krach sitze ich an meinem Manuskript,dass jetzt wirklich eilig vorwärtsgehen muss,und suche nach Texten,die so ähnlich sind wie meiner,damit ich mich inspirieren lassen kann. Oder so ähnlich. Eigentlich brauche ich das ja nicht,aber die Versuchung ist groß. Nur ist es leider –oder zum Glück? –so,dass es meinen Tagrichter noch nicht gibt. Ich schreibe ja nicht den zweihundertsten Twilight-Abklatsch sondern nur den 134. DSA-Roman.

Wobei der Twilight-Abklatsch ist auch verlockend. Aber etwas anders. Mein Vampir spränge seit 40 Jahren als Vampir durch die Gegend und hätte vorher 80 sterbliche Jahre hinter sich gebracht. Das ist doch einmal etwas anderes als “mit 16 Vampir geworden und dann in 340 Jahren nichts dazugelernt”,oder?

Tagrichter und FaRoRe

Wie ich gerade bei Amazon erfahren habe,sind zwei meiner Projekte jetzt offiziell angekündigte Romane.

Der erste Roman erscheint im August bei FanPro,heisst Tagrichter,ist ein DSA-Roman zum Rollenspielsystem “Das Schwarze Auge”und eine Fortsetzung zu meinem Erstlingswerk,Nachtrichter. Vom Schreiben her gab sich das Projekt schwierig,da ich im sogenannten “Zweitroman-Loch”hing –der Anfang ist zu lasch,die Charaktere zu platt,die Handlung zu abgedroschen,das wird alles nicht halb so gut wie beim ersten Mal…So macht man sich als Autor gerne fertig. Das Eigenartige an der Sache war allerdings,dass es sich bei “Tagrichter”nicht um meinen zweites,sondern eigentlich um mein drittes veröffentlichtes Werk handelt.

Allerdings habe ich die Hundeelend-Novelle geschrieben,als “Nachtrichter”noch im Lektorat war,und durch die verschlungenen Wege der Veröffentlichung war die Novelle schon erhältlich,als mein Debutroman noch irgendwo auf der Straße zwischen Druckerei und Verlag herumgondelte. Also hat mich nicht das zweite zu veröffentlichende Projekt ausgebremst,sondern etwas ganz anderes.

Nur was? “Hundeelend”schrieb sich,nach anfänglichen Problemen mit dem Expose und den Charakteren,die so gar nicht meine waren,recht flott. Aber nachdem die Bücher erschienen waren,las ich Rezensionen. Die einen grinsend,die anderen zähneknirschend,und bei noch anderen musste ich zugeben,dass die angebrachten Kritikpunkte berechtigt waren. Dann kam der Tagrichter…und trotz aller Schreiberfahrung,die ich inzwischen gesammelt habe,war mir für dieses Projekt nichts gut genug. Einen Satz mit dem Artikel “Das”anfangen? Wie langweilig. Die normale deutsche Satzstruktur wollte ich auch lustiger gestalten,da das Lektorat da beim letzten Mal einiges zu mäkeln hatte. Und die Charaktere sollten mit ihren Schwächen,die ich das letzte Mal zu subtil behandelt habe,auch besser herauskommen.

Vor lauter Anspruchsdenken und “es-allen-rechtmachen-wollens”stand ich mir ganz schön im Weg. Und das ist das “Zweitroman”-Loch. Zu hohe Ansprüche. Den ersten Roman schreibt man einfach,und wenn er sich verkauft,toll. Beim zweiten möchte man schon das Niveau des ersten erreichen,und die ganzen hilfreichen Kritiken einarbeiten,und,und,und…

…und so schreibt man fünfzig Mal den Anfang neu,bis man es endlich zum Ende des ersten Kapitels schafft. Nun,das habe ich jetzt schon lange hinter mir (der Schieberegler da oben spinnt,über das erste Drittel bin ich schon lange raus,nicht irre machen lassen). Gegenwärtig habe ich eher das Problem,dass ich so viele Figuren in so vielen Beziehungen habe,dass ein A3-Mindmap nicht mehr ausreicht,um alles darzustellen. Noch was dazugelernt –man lege möglichst viele Rollen in wenigen Figuren zusammen. Das macht viel mehr Spass und erleichtert schlussendlich die Figurenverwaltung.

Zum Anderen habe ich gerade erfahren,dass meine Rolle als Schreiberling bei Bernard Craws FaRoRe –Projekt enthüllt wurde. Jup,da arbeite ich auch noch mit. Mehr darf ich aber noch nicht dazu sagen. Mein Teil der Arbeit an diesem Projekt beginnt,wenn der Tagrichter im Lektorat ist.

Zu der Zeit ist mein Nachwuchs dann auch in der Krabbelgruppe –ehrlich,bei der Länge der Kinderkrippen-Warteliste im grünen Speckgürtel Nürnberg-Erlangens muss man sich schon vormelden lassen,wenn man die Schwangerschaft plant –und ich hoffe,dass ich den Roman dann nicht in kinderbetreuenden zwölf sondern in verträglichen sechs Monaten geschrieben bekomme ;)

Ich lebe noch

Es hat mal wieder etwas länger gedauert,aber auch ich schaffe es ab und zu,ein Lebenszeichen abzusetzen. Die Arbeit an Projekt Kamakura schreitet voran,eng zusammengequetscht zwischen Kinderbetreuung,Hausumbau,Messen in Leipzig und Dortmund und dem Doppel-Abitur,das mein Mann gerade im ersten Durchgang korrigiert.

Die Frühlingsbilder bin ich auch noch schuldig;aber gegenwärtig sieht unser Garten dank Umbau aus wie ein Schlachtfeld. Ein paar Mini-Narzissen haben in einer kleinen Ecke überlebt,und ein Veteran vieler Kämpfe umgarnt unsere (kastrierten) Katzen. Also haben wir trotz Erdbauarbeiten etwas Frühling vor der Fensterwand ;)

Veränderungen

Es waren wieder ein paar ereignisreiche Wochen. Wir gehen nicht für drei Jahre nach Indonesien –das ist unheimlich schade,aber manchmal gewinnen die Anderen,und es gibt sicherlich weitere Chancen für Auslandsaufenthalte. Dafür dürfen wir jetzt das Haus renovieren und an- und umbauen. Auch das ist ein schönes Projekt,das den ganzen Sommer in Anspruch nehmen wird.

Nebenbei zahnt mein Nachwuchs und hält mich durch umfassendes nächtliches Geschrei von der täglichen Arbeit ab. Aber ich habe trotzdem die nächsten 10.000 Zeichen ins Manuskript gebracht –gegenwärtig finde ich sie furchtbar,aber dafür gibt es ja Überarbeitungen.

Und beim neuen Projekt ist das neue Reihenexpose eingetrudelt,das ich demnächst ausführlich studieren werde. Ein paar Anmerkungen habe ich schon,aber die muss ich telefonisch besprechen,für Schrift ist das noch alles zu unausgereift,und ich bin gegenwärtig wegen Übermüdung nicht zurechnungsfähig.

Aktuell male ich Grundrisspläne für den Umbau –die Pläne schaffen es sicherlich wieder,für ein Haus in einem Roman Pate zu stehen -,erstelle Möblierungsvorschläge und einer Liste aller neu anzuschaffenden Lampenfassungen,Kabelkanäle und der Anforderungen an die Hauselektrik. Ich nix machen ohne eigenen FI-Schalter für Arbeitszimmer,Bad und Küche,zum Beispiel. Und der Kabelsalat rund um die holde Rechnerschaft nervt mich auch –diesmal kommen Kabelkanäle unter die Schreibtische,basta ;-)

Hundstage in Phantastisch!

Die Phantastisch! #40 (Deutschlands wichtigste Zeitschrift für phantastische Literatur im weiteren Sinne) enthält einen Artikel zu den Hundstagen. Den Artikel gibt es hier:Hundstage-Interview