| Ich habe mich gerade durch zehn Seiten Plusquamperfekt gekämpft. Am Anfang war ich verwirrt –und dann dämmerte es mir:Ich las (unerkannter Weise,das Buch war nicht als solches ausgezeichnet) den zweiten Teil eines Mehrteilers,und am Anfang muss natürlich die Vorgeschichte rekapituliert werden. Nachdem die übermäßige Verwendung von hätte,hatte,gehabt,war und gewesen mir ein absoluter Dorn im Auge ist (und ich mich auch vor Konjunktiven mit wäre,könnte und möge drücke,bis das Lektorat die alten Formen doch wieder auflöst),versuche ich sie nach Möglichkeit zu vermeiden. Einen Mehrteiler habe ich natürlich noch nicht geschrieben,also war ich noch nicht in der Verlegenheit,die Vergangenheit einer Geschichte noch einmal kurz zusammenzufassen. Aber bei den gehäuften Vergangenheitsformen überlege ich mir doch,wie man es anders machen könnte –einen “Prolog”mit Handlungszusammenfassung a la David Eddings,der am Anfang seiner fetten Romane jedes Mal einen anderen fiktiven Historiker zu Wort kommen lässt? Oder führe ich einen unwissenden Charakter ein,den meine informationsgeizigen Protagonisten mit möglichst wenig Worten ins Bild setzen müssen? Auch interessant war C.J. Cherryhs “Was bisher geschah”in den Chanur-Romanen. Die knappe Zusammenfassung der Handlung liess mir einige Kronleuchter aufgehen,da ich Pyanfar Chanurs logische Schlussfolgerungen auch nicht immer mitmachen konnte. Oder man lässt die Vorgeschichte ganz weg und schreibt ab und zu eine Mikro-Referenz zur alten Handlung einfliessen,damit der Leser sich orientieren kann. Was würdet ihr denn bevorzugen? Der Ringbote hat (s)eine Kritik zum Nachtrichter veröffentlicht: “(…) Es sticht vor allem die Detailverliebtheit der Autorin ins Auge. Immer wieder spürt man,dass sie sich ausführlich in viele Dinge eingearbeitet hat,seien es Türschlossmechanismen,die aventurische Pflanzenwelt und Alchemie,die Beschaffenheit und Materialien von Wertgegenständen oder das Inventar eines Handelshauses. Auch die Riten und Glaubensgrundlagen der Phex-Kirche sowie des dämonischen Gegenspielers werden anschaulich und stimmig dargestellt,ohne in Doziererei auszuarten. (…) „Nachtrichter“ ist alles in allem ein überaus erfreulicher Roman. Die Handlung – wenngleich keineswegs episch angelegt – nimmt den Leser sofort mit und erzeugt durchgängig Spannung. Die Charaktere und vor allem die stimmungsvollen Beschreibungen lassen den Leser tief nach Kyndoch und in die Welt der Phex-Diener eintauchen. Aus diesem Grund ist der Roman sowohl für Neueinsteiger als auch für alte „DSA“-Hasen geeignet. Absolut empfehlenswert!” Rezension von Henning Mützlitz Aus dem Arbeitsbuch eines ungenannten Autors: - Zoll geprellt
- Gebäude gesprengt
- Hilfeleistung verweigert
- Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Ausweis ergaunert
- Protagonisten erpresst
- …
Kriminelle machen einfach die besseren Charaktere Mein Nachwuchs hat am Samstag zum ersten Mal in seinem Leben fünf Stunden am Stück geschlafen. Ich war extrem irritiert,als ich aufwachte und er nicht. Mittlerweile meldet er sich wieder wie gehabt alle zwei Stunden zur nächsten Stillmahlzeit –und das Tag und Nacht. Aber ich habe das Licht am Ende des Tunnels gesehen. Nicht mehr lange,und er schläft durch (toi,toi,toi). Schriftstellerisch kann ich jetzt zusätzlich zum Projekt Kamakura das Projekt Sengoku in die Arbeitsliste oben links nehmen;Sengoku ist erst Ende nächsten Jahres abzugeben und gerade in der Planungsphase. Ich habe aber schon einige gemeine Ideen für den Plot;einige davon Plotrelevant und andere einfach nur schmückendes Beiwerk aus meiner Werkstatterfahrung. Zuletzt hat sich ein vorsichtiger Versuchsballon als überraschend erfolgreich erwiesen. Man wird sehen,was sich daraus entwickelt. Nach langer abwesenheit melde ich mich wieder. Buchprojekte und Messevorbereitungen verschlingen die ganze Zeit,die der Nachwuchs nicht für sich beansprucht. Projekt Kamakura ist jetzt endlich bei 6% agekommen,und zu Projekt Gjousei gibt es Pitch,Expose und Treatment. Man drücke mir bitte die Daumen. Zusätzlich bin ich jetzt noch in einem dritten Projekt involviert und habe einiges zu weben und zu sticken –leider alles geheim. Aufräumen ist gefährlich. Telefonieren auch. Bei der Kombination beider Dinge ging der Laptop mit Schwung zu Boden. Der hält das aus –ich habe keine empfindlichen Computer,die leben bei mir nicht lange –aber der USB-Stick,ja der ist zerbrochen. Rettungslos verloren und auch mit Einsatz von Lötkolben und Zinn nicht wiederherzustellen. Das gemeine an der Sache ist natürlich,dass der USB-Stick mein primärer Datenträger ist. Auf den Laptop und auf den Desktop mache ich nur 2-wöchentliche Updates,und der letzte ist 13 Tage her…oops. Zum Glück hatte ich aber beim physikalischen Absturz des Rechners die zwei aktuellen Projekte in Papyrus geöffnet. Wobei auch das Programm vom USB-Stick aus lief,aber es ist zum Glück genügsam und lädt sich fast vollständig in den Arbeitsspeicher. Ich konnte also die aktuellsten Versionen meiner Texte auf die Laptopplatte bannen,bevor alles verloren war. Ich habe also nur die 111 Backup-Versionen von Projekt Kamakura und die 25 Backups von Projekt Gjousei verloren,zusammen mit den elektronischen Kopien meiner Steuererklärung. Vielleicht sollte ich ab sofort von “Hauptbackup am 29. jedes Monats,Nebenbackup alle zwei Wochen”auf “Hauptbackup am 11. jedes Monats,mit Nebenbackups alle zwei Tage”umstellen. So paranoid werde ich normalerweise erst,wenn ein Projekt über die 25%-Marke fortgeschritten ist. Zumindest habe ich jetzt das Vergnügen,Papyrus Autor ganz neu konfigurieren zu können,und den neuesten Duden Korrektor habe ich jetzt auch. Im Heldenforum hat Sidcom den Nachtrichter rezensiert:http://www.rpg-shop.com/vbulletin/showthread.php?p=236188#post236188 Ich werden wohl demnächst alle Links auf einer Extraseite zusammenfassen. Durch die ganzen Rezensionen bin ich auf einige Schwächen in meiner Schreibweise aufmerksam geworden,die ich beim Überarbeiten der nächsten Projekte berücksichtigen werde. Genauso ist mir aufgefallen,wie stark die Leser ihre eigene Welt zur Lektüre mitbringen. Und Drittens war ich das erste Mal in der Lage,ein Mem auf seinem Weg durch das Internet zu verfolgen. Fas-zi-nierend,um es mit StarTrek zu sagen. (Projekt Kamakura:11.549 Anschläge) Ich habe mal wieder etwas am Layout der Website gearbeitet. Das hier ist hoffentlich der letzt Post,der den Fortschritt am aktuellen Projekt mit einem ganz anderen Inhalt kombiniert. Links findet sich jetzt ein kleines Fortschritts-Feld,das den Bearbeitungsstatus des aktuellen Projekts in Prozent angibt. Aktuell jongliere ich Zahlen mit dem Taschenrechner,damit ich auf meine Prozentsätze komme Dieses winzige Vögelchen nistet unter dem Dach eines Hauses in Oldenburg/Niedersachsen. Wir vermuten einen Zaunkönig,sind aber nicht sicher. Kennt jemand das Tier?  Zaunkönig im Nest …you have agreed:If you can win this game then you’ll be freed. The other case your soul is mine! Your Lord of the Flies…Your soul is mine,mine mine! (frei nach Gary McGarth:Shrink Wrap Blues) So wie im oben zitierten Lied fühlt man sich,wenn man probehalber einen World of Warcraft-Account anlegen möchte und die EULA liest. Es war nur ein Versuch,einem Freund eineWoW- Reitrakete zu besorgen,ehrlich! Nachdem ich also Blizzard alle meine persönlichen Daten anvertraut habe und dieser vertrauenswürdigen Firma Zugriff auf die Windoofs-Registry und den Inhalt meines Arbeitsspeichers gewährt hatte,wollte die Spieleschmiede noch mehr:Unangekündigte Checkups auf alle Daten,die auf der mittlerweile 7 Jahre alten Festplatte je gespeichert waren und noch gespeichert werden könnten…und die Seele meines zweitgeborenen Kindes. Da unser erstgeborener Sohn zu dieser Zeit schon drei Monate alt war,wollten sie die Seele nicht mehr. Die fleischliche Verpackung wäre bei der Entsorgung zu viel des Aufwands. Bei der Lektüre der EULA wurde mir schon ganz anders. Auf meinem Hauptrechner liegen ja nicht nur meine Steuer- und Finanzdaten,die ja eigentlich recht unwichtige Geheimnisse sind,sondern auch die Exposes,Handlungsskizzen,Hintergrundmaterialien für zukünftige Romanprojekte. Und natürlich alle Unterlagen zu schon verkauften Projekten,bei denen sogar der Arbeitstitel unter die Geheimhaltungsklausel fällt. Also installierte ich World of Warcraft nicht auf meinem Arbeitsrechner sondern auf einer alter Krücke,die sensible Daten nur auf dem USB-Stick kennt. USB 1.0,versteht sich Dann schnitt ich die zehn Stunden Freundschaftswerbung an. Nach drei Versuchen fand ich endlich die Domäne,in der mein Freund spielte. Dort erstellte ich einen Gnom,und ab ging die Post…für 15 Minuten,dann brüllte das Kind. Nach zwei Tagen ab und an für eine Viertelstunde spielen habe ich entnervt aufgegeben. Zwei Wochen später,als unser Sohnemann etwas ruhiger wurde,versuchte ich es erneut…möööp. Probezeit abgelaufen. Ich habe mir eigentlich eingebildet,das ich noch acht Stunden auf Halde hatte…Aber was soll’s. Ich war nicht wirklich an WoW interessiert,und mein Freund hatte seine Reitrakete…dachte ich. Und deinstallierte das Spiel. Gestern habe ich von meinem Freund erfahren,dass er das Kleingedruckte zu seiner Reitrakete auch nicht richtig gelesen hatte. Reitraketen gibt es nur,wenn der angeworbene Freund ein Minimum von zwei Monaten dabei bleibt (und dafür zahlt). Das ist jetzt schade,aber nicht zu ändern. Ich habe gerade eine Anfrage bei Blizzard laufen,wie ich meinen Account bei ihnen,den ich ja nicht nutze,löschen kann. Nicht,dass sich BigBrother irgenwann mit dieser alten Unterschrift über meinen Hauptrechner hermacht und meinen aktuellen Roman am Verlag vorbei als ebook veröffentlicht. Ich bin sicher,dass in dieser 5km langen EULA ein entsprechender Passus war,der in der Wüste aus Grossbuchstaben untergegangen ist. | |