In Arbeit

Project:Gjosei
5% done.
Project:Türme aus Kristall (war:Sengoku)
2% done.
Project:Shukkyo
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Lesung auf der RatCon

Ich werde auf der diesjährigen RatCon (vom 16. bis 18.9.2011 im Fritz-Heßler-Haus in Dortmund) zweimal vorlesen:

Aus dem Tagrichter am Samstag,17.9.2011 von 15:30 bis 16:30 im Raum 213

Elenvina nach Borbarads Fall und vor dem Jahr des Feuers –die Stadt mit dem zweiwichtigsten Praios-Tempel Aventuriens beherbergt nicht nur die Pilgerströme anziehende Wehrhalle und deren Seminar,sondern auch einen nicht allzu kleinen Phex-Tempel. Solange die Einen sich nicht in die Belange der Anderen einmischen oder zu sehr über die Stränge schlagen,kehrt man sich höflich ein blindes Auge zu.
Als die Phex-Geweihte Adara und ihr kleines Gefolge Elenvina unter falschem Namen betreten,bittet sie der Inquisitor Praiodan um einen Gefallen. Adara kann sich nicht herauswinden,und der brüchige Friede Elenvinas zerschellt auf dem granitgrauen Straßenpflaster.

Dorothea Bergermann liest aus ihrem im Oktober erscheinenden Roman “Tagrichter”und beantwortet Fragen zu ihren Büchern.
(Und wenn mein Gedächtnis-wie-ein-Sieb nicht wieder zuschlägt,bringe ich diesmal sogar einen Stift zum signieren mit!)

 

und zu den Türmen von Taladur am Samstag,17.9.2011 13:00 bis 14:00 auf der großen Terasse.

Die Aventurische Stadt Taladur ist ein Siedekessel der Intrigen und Machtspiele,was nicht verwundert,ringen hier doch verschiedene adelige Familien um Ansehen und Einfluss. Natürlich befleissigen sie sich dabei der typisch almadanischen Art,bei der eine spitze Zunge mehr Schaden anrichten kann,als eine Ballista und bei der das Lächeln einer schönen Frau langjährige Fehden auslöst.
In sechs Bänden wird die Geschichte um die Stadt der Streittürme geschildert,wobei jeder Roman von einem anderen Autor oder einer Autorin geschrieben wird. Gemeinsam haben sie nur:Sie haben in vorherigen Romanen bewiesen,dass sie Das Schwarze Auge kennen und lieben.
Bernard Craw (Band 1:  Türme im Nebel),André Wiesler (Band 2:Die Last der Türme),Eevie Demirtel (Band 4) und Dorothea Bergermann (Band 5) lesen aus den bisher fertiggestellten Werken und stellen sich im Anschluss den Fragen des Publikums.

 

Nun stellt sich mir Mode-Verweigerer natürlich die große Frage:Was ziehe ich da an? :D

Erscheinungsdatum Tagrichter

Der Tagrichter wird voraussichtlich nicht wie von Amazon behauptet im August,sondern erst im Oktober erscheinen.

Projekt Sengoku wird demnächst an einen echten Arbeitstitel kommen und zum Hauptinhalt meiner schriftstellerischen Arbeit aufsteigen. Zumindest werde ich das Projekt ordentlich vorantreiben,wenn die Wände frisch gestrichen,die Fußböden begehbar und das Kind im Kindergarten sind. Gegenwärtig biwakieren wir (mit Mann,Maus,Katze und Kind) im Wohnzimmer und reißen im Schlafzimmer die ausgedienten Teppiche hoch. Auch so kann man Fronleichnahm verbringen.

Zusätzlich arbeite ich noch an ein paar Exposes,damit mir im nächsten Sommer die Arbeit nicht ausgeht. Schriftstellerische Tätigkeit ist eigenartig zeitverschoben. Man entwirft Projekte,die etwa ein Jahr später spruchreif werden und noch ein Jahr später beim Leser ankommen. Zu dem Zeitpunkt ist man aber schon wieder mit ganz anderen Sachen beschäftigt und hat keine Ahnung mehr,wie das ursprüngliche Konzept aussah.

Türme,Tore,Zeiten

Die Türme von Taladur –in diesem Blog läuft mein Anteil am Projekt noch unter dem Arbeitstitel “Sengoku”–sind eine großangelegte Romanreihe zum Rollenspielsystem “Das Schwarze Auge”,kurz DSA.

Mit dieser Romanreihe,die sich nicht nur in der wirklichen Welt über mehrere Monate erstreckt,stellt sich uns als Autorengruppe ein größeres Problem:Taladur als Stadt ist jenseits von “da leben zerstrittene Familien in hohen Türmen”in offiziellen Publikationen wenig beschrieben,befindet sich aber in einem Teil Aventuriens,der regelmäßig mit Abenteuern “in die Zukunft”gebracht wird.

Dadurch kann es passieren,dass ein wichtiges offizielles Ereignis wie zum Beispiel die Geburt eines Thronerben,das logischerweise mit wochenlangen Festen begangen wird,die eigentlich trüb-grimmige Stimmung des Romans empfindlich stört. Oder der per Kurier anberaunte Volkstrauertag zerschlägt die geplante fröhliche Festgesellschaft. Das kann einen Autoren schon stark behindern.

Um also sowohl auf Rollenspiel- als auch auf Romanebene freiere Hand zu haben,sind wir Autoren nach langer Diskussion übereingekommen,die Türme von Taladur in die gute alte Zeit zu versetzen:Damals,als Reto noch lebte. Als die Welt noch in Ordnung war. Als man wusste:Der Namenlose ist der Böse,Dämonen eine dienstbare Kraft,Borbarad ein ausgezeichneter Rektor der Akademie von Fasar und Rohal der größte Herrscher aller Zeiten.

Die Türme von Taladur spielen also nach Retos Maraskan-Abenteuer um 990 nach Bosparans Fall. Auf diesem beinahe vollständig weißen Flecken der aventurischen Zeit- und Ortskarte haben wir Autoren viele Möglichkeiten,uns auszutoben,ohne mit offiziellen Setzungen zu kollidieren. Wir können den Rat mit eigenen Charakteren besetzen und die Stadt darstellen,wie es für uns und die Dramaturgie notwendig ist. Nicht zuletzt sind wir nicht gezwungen,irgendeinen Charakter auf Gedeih und Verderb am Leben zu lassen,nur weil er im offiziellen Abenteuer #42 (Das Leben,das Universum und der ganze Rest) unbedingt gebraucht wird.

Und das ist natürlich das Beste:Da wir einen Großteil unserer Charaktere selbst bestellen können,hilft kein irgendwie geartetes “Zukunftswissen”dem Leser,aus dem Spannungsbogen zu entkommen. ;)

Projekt Sengoku

Nachdem die Frage jetzt schon mehrfach aufkam:Ich benenne alle Projekte mit noch nicht vom Verlag festgenageltem Arbeitstitel nach irgendetwas passendem Japanischen.

Zum Beispiel war der in Elenvina spielende “Tagrichter”(erscheint voraussichtlich im August) lange Zeit “Projekt Kamakura”–abgeleitet davon,dass Elenvina eine alte Hauptstadt mit vielen wichtigen Religiösen Einrichtungen ist. Dito das japanische Kamakura,das vor langer Zeit einmal die Hauptstadt Japans war und ein paar sehr wichtige Shinto-Schreine und buddhistische Tempel beherbergt.

Das Projekt Sengoku dagegen hat –wie der Name schon sagt –etwas mit den “Tausend Fürstentümern”oder auch der “Zeit der Streitenden Reiche”zu tun. Die echten Japan-Fans muss ich leider enttäuschen:Es handelt sich wieder um einen Roman zum Rollenspiel “Das Schwarze Auge”,und zwar um einen Titel in der neuen Romanreihe,die Bernard Craw plant. Vom Namen her kann man vielleicht ein bisschen etwas über das neue DSA-Romanprojekt in Almada herausfinden,wenn man den tieferen Sinn hinter dem Interrimstitel überträgt. Aktuell arbeite ich mit Hochdruck am Tagrichter. Sobald der vom Tisch ist,geht die Arbeit an Projekt Sengoku weiter.

Projekt Gjousei (oder Gjosei mit langem o,ich bin in der Schreibweise da leider nicht eindeutig) hat dagegen überhaupt keinen Rollenspielbezug,aber leider auch noch keinen Verlag. Dieser Roman spielt,wenn ich ihn schreibe,in Mitteleuropa,Afrika und der Levante.

Ich würde gerne auch etwas Japanisches schreiben,aber das Setting ist gegenwärtig schwer zu verkaufen. Die Tohoku-Erdbeben und die Atomkatastrophe in Fukushima haben den Verlagen das Thema wohl etwas vergällt. Da gehen nur Dystopien,und die Struktur solcher Romane geht mir gegenwärtig schwer von der Hand. Ich habe zu viele Bekannte im Unglücksgebiet.

P.S.:Wer Bilder zu Japan sucht,könnte auf dieser Seite fündig werden. Ich poste dort die schönsten Fotos von zwei langen Japanaufenthalten.

Tagrichter und FaRoRe

Wie ich gerade bei Amazon erfahren habe,sind zwei meiner Projekte jetzt offiziell angekündigte Romane.

Der erste Roman erscheint im August bei FanPro,heisst Tagrichter,ist ein DSA-Roman zum Rollenspielsystem “Das Schwarze Auge”und eine Fortsetzung zu meinem Erstlingswerk,Nachtrichter. Vom Schreiben her gab sich das Projekt schwierig,da ich im sogenannten “Zweitroman-Loch”hing –der Anfang ist zu lasch,die Charaktere zu platt,die Handlung zu abgedroschen,das wird alles nicht halb so gut wie beim ersten Mal…So macht man sich als Autor gerne fertig. Das Eigenartige an der Sache war allerdings,dass es sich bei “Tagrichter”nicht um meinen zweites,sondern eigentlich um mein drittes veröffentlichtes Werk handelt.

Allerdings habe ich die Hundeelend-Novelle geschrieben,als “Nachtrichter”noch im Lektorat war,und durch die verschlungenen Wege der Veröffentlichung war die Novelle schon erhältlich,als mein Debutroman noch irgendwo auf der Straße zwischen Druckerei und Verlag herumgondelte. Also hat mich nicht das zweite zu veröffentlichende Projekt ausgebremst,sondern etwas ganz anderes.

Nur was? “Hundeelend”schrieb sich,nach anfänglichen Problemen mit dem Expose und den Charakteren,die so gar nicht meine waren,recht flott. Aber nachdem die Bücher erschienen waren,las ich Rezensionen. Die einen grinsend,die anderen zähneknirschend,und bei noch anderen musste ich zugeben,dass die angebrachten Kritikpunkte berechtigt waren. Dann kam der Tagrichter…und trotz aller Schreiberfahrung,die ich inzwischen gesammelt habe,war mir für dieses Projekt nichts gut genug. Einen Satz mit dem Artikel “Das”anfangen? Wie langweilig. Die normale deutsche Satzstruktur wollte ich auch lustiger gestalten,da das Lektorat da beim letzten Mal einiges zu mäkeln hatte. Und die Charaktere sollten mit ihren Schwächen,die ich das letzte Mal zu subtil behandelt habe,auch besser herauskommen.

Vor lauter Anspruchsdenken und “es-allen-rechtmachen-wollens”stand ich mir ganz schön im Weg. Und das ist das “Zweitroman”-Loch. Zu hohe Ansprüche. Den ersten Roman schreibt man einfach,und wenn er sich verkauft,toll. Beim zweiten möchte man schon das Niveau des ersten erreichen,und die ganzen hilfreichen Kritiken einarbeiten,und,und,und…

…und so schreibt man fünfzig Mal den Anfang neu,bis man es endlich zum Ende des ersten Kapitels schafft. Nun,das habe ich jetzt schon lange hinter mir (der Schieberegler da oben spinnt,über das erste Drittel bin ich schon lange raus,nicht irre machen lassen). Gegenwärtig habe ich eher das Problem,dass ich so viele Figuren in so vielen Beziehungen habe,dass ein A3-Mindmap nicht mehr ausreicht,um alles darzustellen. Noch was dazugelernt –man lege möglichst viele Rollen in wenigen Figuren zusammen. Das macht viel mehr Spass und erleichtert schlussendlich die Figurenverwaltung.

Zum Anderen habe ich gerade erfahren,dass meine Rolle als Schreiberling bei Bernard Craws FaRoRe –Projekt enthüllt wurde. Jup,da arbeite ich auch noch mit. Mehr darf ich aber noch nicht dazu sagen. Mein Teil der Arbeit an diesem Projekt beginnt,wenn der Tagrichter im Lektorat ist.

Zu der Zeit ist mein Nachwuchs dann auch in der Krabbelgruppe –ehrlich,bei der Länge der Kinderkrippen-Warteliste im grünen Speckgürtel Nürnberg-Erlangens muss man sich schon vormelden lassen,wenn man die Schwangerschaft plant –und ich hoffe,dass ich den Roman dann nicht in kinderbetreuenden zwölf sondern in verträglichen sechs Monaten geschrieben bekomme ;)

Vorwärts ins nächste Halbjahr

Mein Nachwuchs hat am Samstag zum ersten Mal in seinem Leben fünf Stunden am Stück geschlafen. Ich war extrem irritiert,als ich aufwachte und er nicht. Mittlerweile meldet er sich wieder wie gehabt alle zwei Stunden zur nächsten Stillmahlzeit –und das Tag und Nacht. Aber ich habe das Licht am Ende des Tunnels gesehen. Nicht mehr lange,und er schläft durch (toi,toi,toi).

Schriftstellerisch kann ich jetzt zusätzlich zum Projekt Kamakura das Projekt Sengoku in die Arbeitsliste oben links nehmen;Sengoku ist erst Ende nächsten Jahres abzugeben und gerade in der Planungsphase. Ich habe aber schon einige gemeine Ideen für den Plot;einige davon Plotrelevant und andere einfach nur schmückendes Beiwerk aus meiner Werkstatterfahrung.

Zuletzt hat sich ein vorsichtiger Versuchsballon als überraschend erfolgreich erwiesen.  Man wird sehen,was sich daraus entwickelt.