Category Archive: Gärtnerei

Prunus Subhirtella Autumnalis und Prunus Cistena

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte …

Prunus Subhirtella Autumnalis

Prunus Subhirtella Autumnalis (Schneekirsche)

Prunus Cistena

Prunus Cistena (Zwergblutpflaume)

Frühjahrsputz

Einmal ranklotzen bitte. Ausgangspunkt waren Balkonkübel, die den zwei Beispielkübeln im ersten Bild um nichts nachstanden. Nach der Aktion sieht es schon viel ordentlicher, toller und hübscher aus. Der dichte Bewuchs des Sommers kommt natürlich erst noch.

Die Ahorne stehen nun in deutlich besser drainiertem Substrat (mit Zumischung von einem Drittel Perlite und Blähtonbruch statt nur Gartenerde). Ich hoffe, das äußert sich dieses Jahr in besserem Wachstum und weniger Pilzanfälligkeit.

Die Rankpflanzen dieses Jahres – Prunkwinden, Trichterwinden und rankende Kapuzinerkresse – sind ausgesät, zusammen mit ganz vielen Hornveilchen. Ich bin schon gespannt, wie sich das alles im Sommer auswirkt. Und ob der Blauregen wirklich so rasant wächst, wie angepriesen.

Aus verwilderten Winterkübeln mache Kübel mit Frühlingspflanzen und besser versorgten Bäumen.

Frühlingsputz in den Balkonkübeln und bei den Jungpflanzen

Der Frühling kommt

Das traditionelle Frühlingsfoto stammt dieses Mal von meinem kleinen Zierapfel (Malus Evereste) und der roten Maulbeere (kanadische Version), die ich letztes Jahr aus einem vielleicht 1,5mm großem Samen herangezogen habe. Für die rote Maulbeere sind dies die ersten “echten” Blätter; letztes Jahr hatte sie nur die zweite Generation Sämlings-Sonnensegel, die aber auf einer Länge von gut 50cm. Der Stammdurchmesser der Maulbeere beträgt gegenwärtig 6mm – eine gewaltige Leistung für einen solchen Winzling, würde ich sagen. :D

Zwei Nahaufnahmen des Frühjahrsaustriebs von Malus Evereste (Zierapfel) und Morus Rubra (kanadische Maulbeere)

Frühlingsboten 2014

Auf einer roten Bank, die grün angestrichen war …

Nicht ganz wie im Unsinngedicht, aber meine Balkon-Blumenbank aus Douglasie ist fertig:

Blumenbank aus Douglasien-Terassenbohlen

Blumenbank aus Douglasien-Terassendielen

Nachdem es vor ein paar Jahren mit der Blumenbank aus alten IKEA-Regalen so gut geklappt hat, habe ich mir dieses Jahr eine permanente Lösung gegönnt. Terassendielen aus Douglasie, mühsam eingelassen mit Leinöl. Die Stützkonstruktion besteht aus Terassen-Unterbauhölzern, auch mit Leinöl behandelt.

In der Ausbaustufe 2 (wenn ich mal wieder viel Zeit habe) kommen noch Regalbretter zwischen die Tischbeine. Damit hoffe ich, das Pflanzenchaos auf dem Balkon etwas unter Kontrolle halten zu können. Klopf auf Holz. :D

Wie immer ist alles von der Idee bis zur fertigen Umsetzung auf meinem Mist gewachsen. Gelernt habe ich wieder viel … unter anderem, dass Torque-Schrauben Kreuzschlitz um Längen schlagen. Bis zu dieser Erkenntnis habe ich allerdings zwei Kreuzschlitzbits kaputtgenudelt. Ich habe sie feierlich im Metallmüll beerdigt und schreite zu nächster Gelegenheit zur Tat: Alle Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben in meiner Abstellkammer werden entweder verschenkt oder entsorgt. Nie, nie, nie mehr wieder diesen Schrott beim Selberbauen.

Neue Website

Nein, nicht meine. An meiner “neuen” Website werkele ich doch erst seit zwei Jahren. :)

Aber mein Bonsaiverein, die “Bonsaifreunde Franken e.V.” haben jetzt eine neue Website, zugegeben von mir entworfen und umgesetzt, mit freundlicher Hilfe von WordPress und Atahualpa: http://www.bonsaifreunde-franken.de

Bilder und ein bisschen Geschichte sind gleich mit eingebaut.

Kokohum und Boncoco

Bald wird es Frühling. Auf meinem Balkon stehen Mörtelkübel mit insgesamt 300l Fassungsvermögen – für meine Blümchen. Nach drei Jahren muss dieses Jahr die Erde gewechselt werden.
Anfangs hatte ich keine Ahnung von Nix und habe die Kübel mit reichlich Blumenerde befüllt. Den Moschusmalven ging es gut, die Erdbeeren und der Ahorn dagegen fielen Staunässekrankheiten zum Opfer. Nun weiß ich, hauptsächlich dank der Bonsaizucht, mehr über ordentliche Substrate mit gutem Abzug und vertretbarer Feuchtigkeitsrückhaltung. Also werden ab diesem Jahr meine Balkonblumen in einer Mischung aus Aquarienkies, Blähtonbruch, Perlite, Kokosfaser und Erde aus meinem Komposthaufen stehen. Das ist nicht nur weniger Welkepilz- und Mehltauanfälliger, sondern auch deutlich leichter als meine alte Erde. Den Architekten wird es freuen.

Nun kommt das Faszinierende:
Kokohum, das ach so billige Torfersatzmittel,  kostet in unserem nächstgelegenen Baumarkt etwa 3 Euro pro 7l-Klotz, also 30 Euro für 70 Liter.
Boncoco, angeblich so teuer, ist stabiler und gröber als das Kokospuder Kokohum und kostet pro 70l-Sack 28€ in der Sammelbestellung beim Hersteller. Natürlich muss ich den Sack selbst per Auto abholen, aber das muss ich mit den anderen Kokosklötzen auch.
Ich glaube, Boncoco hat das Rennen gerade um Längen gewonnen.

Natürlich können die Kokosfasern nicht mit einem 60l-Sack Torf- und Rindenerde für 3 Euro mithalten. Aber ich glaube nicht an Torf (ich liebe die großen Moorlandschaften), und meine Blumen werden nur mit Zisternenwasser gegossen, also brauche ich die pH-Pufferwirkung des Torfs nicht.

Jetzt muss das Wetter sich nur noch entscheiden, ob es endlich noch mal frieren möchte, oder ob wir einmal einen Tokyoter Winter mit “Schneechaos durch 1mm Flugschnee bei -1°C” haben. Mir ist es gegenwärtig egal, ich hätte nur gerne eine kleine Vorabauskunft.

Gossypium Arboreum nach sechs Monaten

Mein Gossypium Arboreum hat etwas unter der Kälte die letzten Tage gelitten, und meine arme Kamera ist immer noch kaputt. Das Leihgerät macht zwar Bilder, aber gut zu bearbeiten sind sie leider nicht. Entsprechend hat die Tagesaufnahme ein paar Schwächen, aber das Baum-Baumwollbäumchen ist schon ganz schön gross geworden.

Vor sechs Monaten ein Samenkorn, heute ein Zentimeter Stammdurchmesser.

Gossypium Arboreum, 6 Monate alt, aus Samen gezogen.

Die anderen Bäumchen sind nicht ganz so groß – die drei Wochen Vorsprung, die mein Vorzeigeexemplar hat, müssen sich ja irgendwo zeigen. Die gesamten tropischen und subtropischen Pflanzen stehen jetzt auf der Innenseite der Fensterscheibe. Draußen ist es eindeutig zu kalt geworden. Sobald ich die Flurfenster freigeräumt habe, kommen sie ins Winterquartier. Für meine beinahe-frostharten Kalthauspflanzen, die Temperaturen unter 15°C, aber über 0°C benötigen, muss ich mir noch etwas schlaues einfallen lassen. Die Garage wird zu kalt, der Balkon erst recht.

 

Nützlinge – man muss sie einfach lieben

Dieses Frühjahr begann feucht, führte sein Leben nass weiter und beendete es mit feuchtwarmen Regenschauern – zumindest in der nürnberger Tiefebene.

In solchem Wetter fühlen sich die üblichen Verdächtigen unter den Insekten – Hummeln, Bienen, Florfliegen, Marienkäfer und wie sie alle heißen – nicht allzu wohl. Aber es gibt eine unbeugsame Insektenart, die diese Witterungsbedingungen einfach nur liebt: die Blattlaus. Ob grün, gelblich oder dunkelblau-schwarz, die Blattläuse lieben es kühl und nass. Da ich jedes Jahr zum Insektenfüttern eine “Blattlausfarm” aus Ringelblumen und Kapuzinerkresse anlege, habe ich eine gesunde Blattlauspopulation im Garten. Nur gab es dieses Jahr keine Insekten, die diese Blattläuse fressen wollten.

Also hatte ich so viele Blattläuse an den Paprika, dass sie nicht mehr wachsen konnten. Die Schneekirsche trieb nicht aus, weil die Blattläuse allen Saft aus den Knospen heraussaugten. Meine Baumwollpflänzchen, mühevoll hochgepäppelt, kümmerten aus Blattlaus vor sich hin …

Zuerst habe ich die Viecher abgestreift. Das half nicht viel, weil die Knospen zu klein für meine dicken Finger waren. Der Kollateralschaden an Austriebsknospen war einfach zu hoch. Dann griff ich zu Spüli, und als das nichts half, zu Kaliseife.

Irgendwann kam mir der Gedanke, dass ich mich in einer wetterbedingten Rüstungsspirale mit den Blattläusen befand. Und dass das reichlich doof war. Wenn ich weder Marienkäfer noch Florfliegen im Garten hatte … ich schiebe das mal auf den harten Winter und den miesen Frühling, da bei mir nichts Härteres als Kalilauge gegen Insekten eingesetzt wird … dann musste ich mir einfach welche besorgen.

Mein Blattlausproblem erstreckte sich mittlerweile auch auf die Küchenkräuter, die Hornveilchen im Balkonkasten, die Ahörner und sogar den Borretsch und die Moschusmalven. Alles was noch halbwegs Grün aufweisen konnte, war blattlausbefallen und klebrig und voller Blattlauseier. So richtig Bah. :)

Aber nachdem ich rund 500 Florfliegenlarven und 50 Marienkäferlarven von unseren Naturschützern gekauft und ausgewildert hatte, war nach fünf Tagen der Spuk vorbei. Heute, acht Tage nach dem Aussetzen der Nützlinge, habe ich mir die Zeit genommen, meinen Balkongarten zu “beregnen” und den ganzen Blattlauspapp abzuwaschen. Den Pflanzen geht es prächtig, und sie treiben auch wieder gut aus. Und die Paprikas bilden erste Früchte. Die werden vielleicht noch etwas.

Nur um die Nützlingslarven mache ich mir jetzt Sorgen: Wenn die in acht Tagen alles an Blattlaus weggefressen haben … gibt es dann jetzt noch genug Blattläuse, um die nächste(n) Generation(en) zu versorgen? Ich hätte ja gerne auch eine stabile Nützlingspopulation.

Gossypium Arboreum

Da sind wir wieder. Mein erster Baumwollbaum ist mittleweile ganz schön groß geworden. Da ich ihn recht früh “ausgewildert” habe, musste er leider einiges mitmachen: Wind, tiefe Temperaturen und viel zu viele Blattläuse. Aber er macht sich und produziert fleissig Blätter. Die verkrüppelten Blättchen gehen auf das Konto der Blattläuse. Das nasskalte Wetter von März bis April war perfekt für die Sauger.

gossypium_arboreum_2013

Den fünf jüngeren Geschwistern des Bäumleins geht es gut. Die baden gerade im Regen.

Der Wettergnom

Mein Mann hat die Verantwortliche für das schlechte Wetter beobachtet und gezeichnet.

GoblinShamaninRain