Category Archive: Schreiberei

Recherche für das nächste Projekt

Dieser kleine Bücherhaufen ist mein anfängliches Recherchematerial für den nächsten Roman. Zumindest die englische Literatur liest sich sehr schön, ich habe aber große Manschetten vor dem namenlosen französischen Buch. ‘Je ne parle pas francais’ behandelt meine Sprachkenntnisse sehr erschöpfend. Aber ich bin sicher, dass ich am Ende der Abhandlung über Jehann Boinebroke die Sprache viel besser verstehe als zuvor. :D

Literatur für das nächste Romanprojekt: Die Entwicklung der Kartographie, Life in the Ancient Near East, Die Franken - Wegbereiter Europas, Ancient Lebanon - Monuments Past and Present, Tempel im Alten Agypten, Diary of a Cape (Head) Merchant, Sire Jehann Boinebroke: Une Drapier Douaisien

Literatur für das nächste Romanprojekt

Ausstellung Hülle und Fülle

Für Kurzentschlossene mit Bedarf für etwas Sonntagsunterhaltung:

Am Sonntag, den 13.07.2014 lese ich um 15:00 Uhr auf der Finissage der Ausstellung “Hülle und Fülle” des Kunstvereins Herzogenaurach aus dem neuen Roman “Zeit und Zufall“, eine Kollaboration mit Carolina Möbis.

Die Ausstellung gibt einen schönen Eindruck vom Kunstschaffen in Herzogenaurach; unter den Ausstellungsstücken befindet sich auch mein Sternenquilt mit der Milchstraße in Perlenstickerei.

Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. :D

Interview bei Nandurion

Anlässlich des frisch erschienenen Scharfrichters gibt es ein neues Interview über die gesamte Romanreihe bei Nandurion:

http://rezensionen.nandurion.de/2014/01/30/interview-mit-dorothea-bergermann-zur-phexens-diener-trilogie/

Wer die ersten zwei Bücher noch nicht gelesen hat, muss damit rechnen, ein paar unverhoffte Dinge zur Handlung zu erfahren. Unter Anderem wollten die Nanduriaten wissen, wer mein Lieblingscharakter ist, und was mit den zweihunderttausend Zeichen geschehen ist, die es nicht in die Druckfassung des Tagrichters geschafft haben. Natürlich gibt es auch ein paar Einblicke in den neuen Roman.

Was zum Lesen

Die Leseprobe zum Scharfrichter ist online! Ausnahmsweise sogar aus der Mitte des Buchs. Faisal und Ragnar bemühen sich, die Ergebnisse einer durchzechten Nacht wieder auszubügeln.

 

Erscheinungstermin Scharfrichter

Scharfrichter, mein neuer Roman, erscheint voraussichtlich am 30.Januar 2014.

Es ist der dritte Band zu “Phexens Dienern”, der Romantrilogie aus Nachtrichter, Tagrichter und Scharfrichter. Insgesamt ist er der 154. Band der Romanreihe “Das Schwarze Auge”. Ich habe mir alle Mühe gegeben, den Roman allen Leuten zugänglich zu machen: Man muss sich weder mit dem Rollenspiel noch mit den anderen Romanen auskennen, um sich zurechtzufinden. Natürlich fehlt der Geschichte das gewisse Etwas, wenn man die anderen Bände nicht gelesen hat. Aber auch dieser Roman kann für sich alleine stehen.

Ein hübsches Bild dazu habe ich schon, genauso einen ordentlichen Klappentext:

Cover des Romans

Dorothea Bergermann: Scharfrichter

Die Spur der mysteriösen Traumsteine endet in Elenvina und Adaras wichtigster Zeuge, der ausgestoßene Bannstrahler Wulf, weigert sich zu reden. Als er aus dem Inquisitionsturm entkommt, nimmt die Geweihte des Diebesgottes gemeinsam mit dem Magier Faisal und dem Novizen Ragnar seine Spur auf. Die abenteuerliche Verfolgungsjagd führt die ungleichen Gefährten bis in die dunkelsten Winkel Aventuriens, wo die Namen der Götter ungehört im Nichts verhallen: die Schattenlande.
Lange war es still um das phexische Duo Adara und Faisal, die sich bereits in Nachtrichter und Tagrichter entschlossen gegen die Feinde des Fuchsgottes stellten. Nachdem Autorin Dorothea Bergermann mit Türme aus Kristall ein furioses Gastspiel in der sechsteiligen Romanreihe Die Türme von Taladur gegeben hat, spinnt sie nun die Geschichte um die Phexgeweihte und den Fasarer Magier weiter.

Schicken Sie uns bitte Ihre Rechnungen in Englischer Sprache

Merkwürdige Dinge hört man vom deutschen Buchmarkt: Ein Verlag schickt Schreiben herum, in denen er darum bittet, Rechnungen nur noch in Englischer Sprache zu bekommen – um leichter abrechen zu können. Ich finde das denkwürdig. Warum sollte ein deutscher Verlag, mit Sitz in Deutschland, der deutsche Bücher verlegt, auf einmal für die Rechnungsstellung von der deutschen Amtssprache abweichen? Nicht zuletzt, da mein Finanzamt mir sicherlich Schwierigkeiten macht, wenn es meine Rechnungen auf einmal nicht mehr lesen kann.

Nun, mich trifft es nicht. Dafür bin ich ein zu kleines Licht. Aber da ich ab und zu mal die Feder spitze, habe ich für alle Betroffenen eine geeignete Antwort verfasst. Natürlich auf Englisch. Die Rechnungen sollten ja auch in Englisch kommen, also muss die Geschäftssprache doch durch die Bank Englisch sein …

Dear (Genannter Ansprechpartner),
 
with confusion I received your letter dated XX/YY/ZZZ, in which you asked, nay demanded, that our further correspondence be conducted exclusively in English, even though it is well known to you that this noble and distinguished form of address and conversation is not within the reach of my native language.
I am living on the water-rich acres of the German plain, offer you services in German language, deliver my manuscripts in the noble German language, and we are bound together by contracts following German law and custom – also laid down in German language. You then use my work in your German company and publish it in German language on the German market.
Therefore, it is with great wonderment that I receive your notice to further conduct all business in English language. I have to admit that I never asked an American not to place her invoice to me in English, neither did I demand such from Spanish or French business partners. I cannot expect foreigners to have enough command of my mother tongue to conduct business in a satisfactory manner outside the languages of their birth.
Therefore, I regretfully have to inform you that I am not an English native speaker and nothing in my contracts or the German law compels me to use a language foreign to me to conduct my business with you. Please excuse my poor command of your language of choice, but accept my hard-won decision:
I do conduct business with a German company, using German contracts and publishing my German manuscripts in the German market, only in German language. I am unable to write out an invoice in any foreign tongue. If that is too great a hardship for you, please engage a registered translator.
 
With best regards,
 
yadayada foobar

(Ich erlaube jedem Schriftsteller oder Autor, der ein einschlägiges Ansinnen seines Verlags auf dem Tisch liegen hat, ausdrücklich, diesen Text mit den geeigneten Anpassungen ohne Rückfrage zu verwenden. Wer damit nicht nur seine Brötchen verteidigen, sondern durch einen Abdruck Geld verdienen möchte, wende sich bitte direkt an mich, eMailadresse steht im Impressum. Ich beiße nicht.)

Manuskript eingereicht

Das nächste Manuskript ist beim Verlag gelandet. Jedes Mal, wenn ich einen Roman ins Lektorat entlasse, fühle ich eine gewisse Leere – der Stress ist weg. Der Lebensinhalt der letzten sechs Monate ist mit dem Abschicken der Mail verpufft, der Schreibtisch nach dem Aufräumen dauerhaft leer, die Referenzbücher wieder im Schrank. In ein paar Wochen, wenn das Manuskript aus dem Lektorat zurückkommt, gibt es wieder ein bisschen Hektik.

Jetzt nähe ich mir und meinen Kleinen erst mal ein paar dringend benötigte Herbstklamotten. Und danach staube ich mein Herzensprojekt ab und schaue, an welcher Stelle ich es das letzte Mal in die Ecke gestellt habe. Eine Idee für den nächsten Szenenkomplex habe ich schon. :D

Muss denn alles uralt sein?

“Encaustic – eine uralte Wachsmalkunst. Schon die alten Ägypter und Griechen haben mit dieser Technik ihre Totenmasken bemalt …”
“Fussreflexzonenmassage – eine uralte heilkundliche Technik. Schon die Indianer Nordamerikas …”
“Wicca – eine uralte druidische Religion. Ihre Lehren wurden seit der Zeit Caesars im Geheinem und fern des Zugriffs des Christentums tradiert …”
“Filzen – ein uraltes Handwerk. Schon die Reitervölker der Mongolei …”
“Nadelbinden – die älteste überlieferte Textilkunst …”

Viel beschworen wird gegenwärtig der Jugendwahn. Alles muss hübsch, jung, faltenfrei und schlank aussehen. Nur Handwerkstechniken. Die dürfen uralt sein. Nein, sie müssen uralt sein. Sonst sind sie nicht gut.

Selbst wenn die moderne Encaustic, also das Auftragen von buntem Wachs auf heißen Bügeleisen, die dann auf einem Blatt Papier abstreift werden, mit dem direkten Bemalen von vorher erwärmten Totenmasken wenig zu tun hat. Ich wage da die Behauptung, dass irgendwann einmal jemand auf die Idee kam, Kerzenreste auf Bügeleisen zu schmelzen. Und das unabhängig davon, was die Ägypter und Griechen für ihre Verstorbenen getan haben. Das ist eine kulturelle Parallelentwicklung, die keine ursächlichen Zusammenhänge kennt, aber die gleichen Materialien benutzt, um ähnliche Effekte zu erreichen. Dreitausend Jahre voneinander getrennt.

Ähnliches kann man zum Nadelbinden sagen: Eine verlorene Kunst. Nadelgebundene Socken und Mützen wurden jahrelang für auf rechts gestrickt gehalten. Erst der Arbeit einiger findiger Frauen wurde die Nadelbinderei als solche erkannt und wiederbelebt. Die Nadelbinderei hat keine uralte Tradition – sie ist eine neue Nachahmung alter Techniken.

Nur die Filzerei hat die Tradition, die ihr nachgesagt wird: Seit Jahrtausenden filzt und walkt die Weberin, der Weber, die Filzkünstler. Diese Technik ist nie in Vergessenheit geraten, nur ihre Namen wandelten sich im Laufe der Zeit: Filzhut, Lodenmantel, Walkfrottier. Es gibt wunderschöne Filzereien aus Gräbern der Bronzezeit, und geniale Filzkonstrukte in jeder Epoche bis zur Jetztzeit. Ein wahrlich uraltes Handwerk, genauso alt und traditionsreich wie die Weberei. Nur hat die Weberei nicht die Lobby der Filzer – und ist deshalb nur ein hauptsächlich von Maschinen ausgeübtes Handwerk, keine uralte Textiltechnik.

“Uralt” als Begriff ist “in” und wertet alles auf, das nicht jung sein muss. Aber nicht alles, was als uralt bezeichnet wird, ist es auch.

 

DSA für den Deutschen Phantastikpreis nominiert

DSA – die Romanserie “Das Schwarze Auge”, für die ich auch schreibe, wurde für den Deutschen Phantastik Preis nominiert. Bis zum 28. Juli 2013 könnt ihr darüber abstimmen, welche der nominierten Romane den Preis verdienen. ;)

Das Schwarze Auge ist zwar mit über 25 Jahren und über 150 Romanen die älteste deutsche Fantasy-Romanreihe, doch auf die Nominierungsliste des Deutschen Phantastikpreises hat man es noch nicht geschafft. Ich bin in der Reihe mit gegenwärtig drei Romanen und einer Novelle vertreten und freue mich einfach mit. :D

Tablet und Tastatur

Mein Laptop, auf dem ich jeweils die ersten zweihunderttausend Zeichen Nachtrichter, Hundeelend, Tagrichter und Türme aus Kristall getippt habe, ist von mir gegangen. Das Ersatzstück für mobiles Arbeiten ist nun ganz im Zeichen der Zeit ein Tablet mit Bluetooth-Tastatur. Bei jeder getippten Zeile werde ich wieder daran erinnert, dass ich gute Gründe habe, kabelgebundene Peripheriegeräte zu bevorzugen: Ich bin auf der Tastatur schneller als die Sende- und Empfangseinheit. Aber der Speicher meiner ausgewählten Tastatur ist zum Glück groß genug, um auch mal fünf schnellgetippte Sätze aufzunehmen und abzuarbeiten. Auch wenn diese Sorte Echo-Schreiben sehr an die Anfangszeit des Computers erinnert, als der Server jede Eingabe bestätigen musste.

Oh, eine kleine Korrektur. “Hundeelend” war natürlich nur 180.000 Zeichen lang. Das Stück habe ich komplett auf dem Laptop geschrieben. :)