Wochenend-Spätfolgen

(Projekt NR: 377.280 Anschläge – 244 Normseiten)

Das Wochenende war stressig. Zuerst haben wir am Samstag einen häretischen Drogenring gesprengt, und am Sonntag zogen wir aus, unseren Profit zu retten und bändelten mit einem Drachen an. Letzteres gefiel uns gar nicht.

Die Eingeweihten haben es bemerkt, den anderen sei es erklärt: Wir haben das Wochenende mit Rollenspielen verbracht.

Rollenspiel bedeutet in unserem Fall, dass wir uns zu sechst oder siebt in einem Wohnzimmer versammeln, uns gegenseitig eine lange Geschichte erzählen und uns angelegentlich mit Süßigkeiten, Knabbersachen und echtem Mittag/Abendessen den Bauch vollschlagen.

Am Samstag spielten wir “Dark Heresy” (Finstere Häresie), ein Rollenspiel, das etwa 20.000 Jahre in der Zukunft spielt. Es gibt Millionen bewohnter Welten, die unter der Herrschaft des Imperators stehen. Die Macht des Imperators ist sowohl weltlich als auch geistlich zu sehen, und in diesem Spiel ist man ein (kleines) Mitglied der Inquisition. Mein Lieblingsspruch ist immer noch: “Unschuld beweist gar nichts!”.

Unser Inquisitionsauftrag lautete, eine verschwundene Hochadlige zu finden. Wir suchten und fanden einen Drogenhändlerring. Dem gingen wir nach, und als wir gerade dabei waren, ihn auffliegen zu lassen, fanden wir auch unsere Hochadlige. Leider war sie schon tot. Die Mühlen der Inquisition mahlen eben langsam.

Und am Sonntag verlegten wir uns auf die nahe Zukunft. In Shadowrun bewegt man sich in der Welt um 2060, und spielt eine Gruppe Kleinkrimineller. Es ist immer faszinierend, was man, wenn man sich mal von der “anderen Seite” in ein Computersystem hineindenkt, über sich und andere herausfinden kann.  Datenschutz und das Vermeiden von Facebook und ähnlichen Diensten wird dabei schnell zur Priorität im realen Leben.

Leider haben wir uns von unserem anheuernden Konzern verschaukeln lassen, und jetzt haben wir einen Drachen (wir spielen schließlich in einer imaginären Welt) an den Hacken. In unseren gewohnten Streifgebieten können wir uns jetzt nicht mehr sehen lassen, aber das Problem spielen wir beim nächsten Treffen in ein paar Wochen aus.

Kreativ gemacht hat mich das Wochenende auf jeden Fall, man siehe die Seitenzahlen im Projekt NR. 8 Normseiten sind dazugekommen.

Kurzgeschichte “Der Andere” erschienen

Meine Science-Fiction Kurzgeschichte “Der Andere” ist gestern im Corona-Magazine #221 erschienen. Die Geschichte ist online und kann auf der Website des Corona-Magazine gelesen werden. Bei der Themenrunde “Metamorphose” belegte sie den ersten Platz.

Viel Spass, und ich freue mich wirklich über Kommentare (hier oder im Corona-Forum).

Kurzgeschichte erscheint…

Meine Kurzgeschichte “Der Andere” wird im Corona-Magazine Nr. 221 veröffentlicht werden. Ich freue mich sehr darüber, dass ich bei meinem zweiten Versuch, an einem Kurzgeschichten-Wettbewerb teilzunehmen (der erste Versuch war für das “Treffen junger Autoren 1992″) sofort so viel Erfolg hatte.

Ich poste den Direktlink, sobald die Nummer 221 erscheint.

April, April

Stratford im StarTrek-Fieber

Hamlet-Plakat

Hamlet-Plakat

„Nimmst du  meine Rolle, nehm‘ ich deine Rolle!“ sagte sich William Shatner und spannte Schauspielerkollegen Chris Pine die begehrte Rolle des Hamlet der 2009 Neuaufführung am Royal Courtyard Theatre aus. Pine gab sich gelassen: „Schade, dass es diesmal nicht geklappt hat, aber die RSC und ich bleiben weiterhin im Gespräch. Möglicherweise klappt es in einer anderen Saison.“

Nach Trek-Ikone Patric Stewart, frönt nun auch Altmeister Shatner der klassischen Kunst. Und zeigt dem Darstellernachwuchs, dass er Dekaden nach Kirk noch immer die Rolle des jugendlichen Helden beherrscht. „Charakterstärke ist alterslos“, so der Hollywood-Opa und „An der Seite von Alan Rickman sehe ich sehe ich immer noch aus wie Mitte Zwanzig.“ Charaktermime Rickman ist für die Rolle des Claudius im Gespräch. Und hochkarätig wird die Besetzungsliste fortgeführt.  Kylie Minogue in der Rolle der Ophelia und musikalische Arrangements von Elton John. Denn auch in Sachen musikalische Gestaltung geht diese Inszenierung mutig dorthin, wo noch nie ein Prinz von Dänemark zuvor gewesen ist: ins Musicalfach.

„George Gershwin und Andrew Lloyd Webber eroberten die Theaterbühnen zurück für die breite Öffentlichkeit. Auch das klassische Drama braucht neue Impulse. Nur so können wir erfolgreich den Nachwuchs ansprechen.“ So Vikki Heywood, ausführende Direktorin der Royal Shakespeare Company. Heywood führt weiter aus: „Wir wollten diesmal was völlig neues. Wir sind sicher, dass diese erfahrenen Darsteller und Sänger den Rollen ihre eigene ganz spezielle Seite abgewinnen. Wir freuen uns bereits alle unglaublich auf die Zusammenarbeit.“

Und sie hat auch allen Grund, sich zu freuen. Selbst in der vergangenen Saison, als die RSC mit Stewart und Tennant diverse SF-Fans in ihre Vorstellungen locken konnte, verzeichnete man nicht derart hohe Vorbestellungen.

Fans aus aller Welt buchen in diesen Tagen bereits. “Shatner als Hamlet – das muss man einfach gesehen haben”, sagt Thiery Curdin (39), Vorsitzender des luxemburgischen Star-Trek-Clubs “Pon Fool”. “Mit seinem ganz einzigartigen Sprechgesang hat der Kirk-Darsteller doch schon vor Jahren gezeigt, dass selbst ein Beatles-Stück wie Lucy in the Sky with Diamonds bei entsprechender Betonung wie ein Monolog von Shakespeare wirken kann. Ihn jetzt als Hauptfigur einer Hamlet-Musicalinszenierung zu besetzen, ist ein wahrhaft genialer Castingcoup, Alter hin oder her.”


Wir vier bis sechs Verantwortlichen möchten uns bei allen freiwilligen und unfreiwilligen Mitarbeitern bedanken:

Tom Ford für den Körper und William Shatner für den Kopf
Der Royal Shakespeare Company für Logo, Schriftvorlagen und Namen
Elton John für nicht vorhandene Vertonungen
und Thiery Curdin und Pon Fool aus Luxemburg (leider keine Website) für ihre Geduld beim erfunden-werden.

Kurzgeschichte fertig!

Jetzt ist sie wirklich fertig, die Kurzgeschichte, und eingereicht ist sie auch. Die Endfassung hatte 19.999 Zeichen, und oh wie viele Szenen musste ich kürzen, um dieses Ziel zu erreichen. Ein echtes Drama: Am Ende waren sie alle tot ;-)

Kurzgeschichte fertig?

Meine Erstleser waren fleissig, und jetzt hab’ ich die Arbeit. Es ist sehr interessant, wie die Leute auf die Geschichte reagiert haben.

Der eine Erstleser war stark in die Planung der Kurzgeschichte eingebunden. Er meint, ich hätte Plan a) verfolgt, Plan b) geändert und damit Ziel d) erreicht, statt auf Ziel c) hinzuarbeiten. Ihm gefiel Ziel c) besser als die neue Variante.
Der andere Erstleser kam zum ersten Mal in Berührung mit der Geschichte und nannte sie geradlinig und nett zu lesen – kurz, in Ordnung.

In Ordnung war nicht das Ziel, das ich im Sinn hatte. Also mache ich am Wochenende einen Versions-Abzweig und schreibe ab der Mitte auf Ziel c) hin und schaue, ob der gewünschte Wow!-Effekt vielleicht doch noch zu erreichen ist (und ich meine sicher nicht World of Warcraft!).

Und alles unter 20.000 Zeichen…

Kurzgeschichte fertig

Die Science Fiction – Kurzgeschichte, die mir schon seit einem Monat ständig hinterhergeistert, ist geschrieben. Jetzt muss sie noch eine Woche absacken, dann werde ich sie überarbeiten und einschicken. Ich habe mit 20.000 Zeichen eine echte Punktlandung gemacht.

Höchstwahrscheinlich wird sie mir mein Erstleser mit den Worten “so tragend wie eine verkochte Nudel” zurückreichen und mich an meine hehren Ziele für die Geschichte erinnern. Romänchen sind einfacher…

Mal schauen, was wird.