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Auf einer roten Bank, die grün angestrichen war …

Nicht ganz wie im Unsinngedicht, aber meine Balkon-Blumenbank aus Douglasie ist fertig:

Blumenbank aus Douglasien-Terassenbohlen

Blumenbank aus Douglasien-Terassendielen

Nachdem es vor ein paar Jahren mit der Blumenbank aus alten IKEA-Regalen so gut geklappt hat, habe ich mir dieses Jahr eine permanente Lösung gegönnt. Terassendielen aus Douglasie, mühsam eingelassen mit Leinöl. Die Stützkonstruktion besteht aus Terassen-Unterbauhölzern, auch mit Leinöl behandelt.

In der Ausbaustufe 2 (wenn ich mal wieder viel Zeit habe) kommen noch Regalbretter zwischen die Tischbeine. Damit hoffe ich, das Pflanzenchaos auf dem Balkon etwas unter Kontrolle halten zu können. Klopf auf Holz. :D

Wie immer ist alles von der Idee bis zur fertigen Umsetzung auf meinem Mist gewachsen. Gelernt habe ich wieder viel … unter anderem, dass Torque-Schrauben Kreuzschlitz um Längen schlagen. Bis zu dieser Erkenntnis habe ich allerdings zwei Kreuzschlitzbits kaputtgenudelt. Ich habe sie feierlich im Metallmüll beerdigt und schreite zu nächster Gelegenheit zur Tat: Alle Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben in meiner Abstellkammer werden entweder verschenkt oder entsorgt. Nie, nie, nie mehr wieder diesen Schrott beim Selberbauen.

Handfette

Beim Nadelarbeiten müssen ja öfter mal die Finger dran glauben – ob sie aufgerieben, angestoßen, zerstochen oder nur totgewaschen werden, ist ja eigentlich egal. Im Laufe der Zeit habe ich einige Selberpansch-Rezepte für Faule und Petrochemiescheue (aka. mich) entwickelt, die  für die Allgemeinheit interessant sein könnten.

Man nehme die folgenden “Rezepte” für den Panscher aus dem Handgelenk. Ich habe zwar eine Küchenwaage, aber die benutze ich nur zum Abwiegen von Wolle und Farbstoffen. Meine Unfähigkeit, Anleitungen genau und ordentlich nachzuarbeiten ist sicherlich schon bekannt. Hier also Rezepturen nach meiner Methode: Man entwickle einfach Gefühl! ;-)

Fett für zerstochene Stickerfinger

Viel (etwa 2/3 des Gefäßes) unraffinierte Sheabutter
weniger (etwa 1/6 des Gefäßes) Kokosfett
Ein großzügiger Spruzer Jojobaöl nativ
ein paar Tropfen Hagebuttenkernöl
Ätherisches Öl nach Geschmack

Hart- und Weichfette zusammen in ein Gefäß geben, im Wasserbad auf etwa 40 Grad erwärmen und zusammenrühren. In ein Cremedöschen abfüllen und rühren, bis es kalt und sähmig-fest ist. Sollte die Fettmischung einfach nicht stocken wollen, ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann wieder herausnehmen (die Fette fallen dadurch klumpig aus, das ist normal), noch einmal auf sähmige Konsistenz erwärmen (etwa 30 Grad – das geht am einfachsten, wenn man das Döschen ein paar Stunden am Körper trägt) und dann rühren, bis die Hände abfallen. Die Fette verbinden sich dadurch neu und werden zu einer homogenen Masse.

Das Ergebnis sollte ein griffiges, nicht allzu hartes Fett für die Hände sein. Sehr sparsam anwenden – mir reichen 100ml für ein Jahr. Durch die Sheabutter und das Jojobaöl (beide möglichst unraffiniert bzw. nativ) heilen vor allem kleine Wunden an den Nagelbetten sehr schnell ab.

Allround-Fett für trockene Haut

Viel unraffinierte Sheabutter
etwas weniger Kokosfett
deutlich weniger Adeps Lanae (aka. Wollfett oder Lanolin, aber ohne Beimischungen!)
ein großzügiger Spruzer Jojobaöl nativ
ein paar Tropfen Hagebuttenkernöl
Ätherische Öle nach Geschmack

Auch hier gilt: Hart- und Flüssigfette in ein Gefäß geben, im Wasserbad schmelzen und gut verrühren. Dann in Gefäß abfüllen und rühren, bis es stockt. Wenn es nicht stockt, ab in den Kühlschrank und später noch einmal leicht erwärmen und nachrühren.

Anwendung: Nach Bedarf eine geringe Menge auf der Haut verreiben. Die Rezeptur sollte schnell einziehen und kaum “Fettigkeit” auf der Haut zurücklassen. Wer mehr “Oberflächenschutz” für seine Haut möchte, kann auch eine kleine Dosis Bienenwachs mit einarbeiten. Das macht die Masse allerdings fester.

Diese Rezeptur habe ich für meine Mikro-Schuppenflechte (nein, nix Schlimmes, die nervt nur und ist nicht behandlungswürdig) und die zu extremer Trockenheit neigenden Hände meines Mannes entworfen. Andere “Tester” fühlten sich mit dem Fett auch gut versorgt, auch wenn von manchen Leuten die Rückmeldung “zu reichhaltig” kam. Deshalb gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Die Haltbarkeit dieser Fettmischungen ist nahezu unbegrenzt – wenn die Rohstoffe 3 Jahre halten, dann hält das Gemisch auch gerne 2,5 bis 3 Jahre, solange man beim Schmelzen und Rühren nicht in die Rohmasse niest oder die Fette anders kontaminiert.

Viel Spass beim Panschen.